Aufgaben zu 100 Prozent erfüllt
Schleizer Feuerwehren schauen auf ein erfolgreiches Jahr 2008 zurück
Jahreshauptversammlung der Schleizer Feuerwehren
(von OTZ-Redakteur Uwe Lange Schleiz)
Die Feuerwehren der Stadt Schleiz können stolz von sich behaupten, die ihnen gestellten Aufgaben im vergangenen Jahr zu 100 Prozent erfüllt zu haben. "Jedem in Not geratenen Menschen oder Tier konnte situationsbedingt so effektiv wie möglich geholfen werden. Jeder Naturgewalt und jedem Unglück wurde mit viel Professionalität entgegengetreten und so die Schäden für die Umwelt und unsere Gesellschaft auf ein Minimum reduziert", dieses Fazit zog Stadtbrandmeister Ronny Schuberth zur Jahreshauptversammlung der Schleizer Feuerwehren am Freitag mit Blick auf die insgesamt geleistete Arbeit.
Tausende Stunden wurden allein bei den rund 150 Einsätzen geleistet – dementsprechend hoch ist auch der Anteil der Kameradinnen und Kameraden am gesamten Einsatzaufkommen im Saale-Orla-Kreis. Im Rahmen seines Grußwortes hatte Kreisbrandinspektor Uwe Tiersch sogar konkrete Zahlen parat: 780 Einsätze weist die Statistik für das Jahr 2008 aus. Demnach waren die Schleizer an fast 20 Prozent davon beteiligt – das bei 48 Wehren im Kreisgebiet.
Feuerwehrarbeit wäre unmöglich bzw. ganz schnell zum Scheitern verurteilt, könnten die Kameraden nicht auf den Rückenhalt der Familien und Partner bauen. Der Stadtbrandmeister nutzte die Versammlung, um für dieses Verständnis und auch für manch geopferte Stunde zu danken. "Die Feuerwehren der Stadt Schleiz wären nicht einsatzfähig, wenn die Arbeitgeber nicht mit viel Verständnis unsere Einsatzkräfte während der Arbeitszeit freistellen würden", solch würdigende Worte richtete er in der Folge auch an die Chefs regionaler Unternehmen und Einrichtungen.
Insgesamt 143 Einsatzkräfte zählt man in den Reihen der doch "recht gut aufgestellten" Schleizer Feuerwehren. Hauptproblem ist nach Aussage des Stadtbrandmeisters aber nicht vordergründig die Anzahl der insgesamt verfügbaren Einsatzkräfte in den Orten. Sorgen bereitet vielmehr in allen Wehren – auch in der Stützpunktfeuerwehr – die Verfügbarkeit von Einsatzkräften während der regelmäßigen Arbeitszeiten. "Es gibt Feuerwehren, die sind am Tag nicht in der Lage auszurücken", stellte der Stadtbrandmeister fest. Lösungen sind gefragt, schließlich geht es ja um die Sicherung der Einsatzbereitschaft. Eine Flächenstreuung von Technik kann nach Auffassung der Feuerwehrführung in Schleiz das Problem nicht lösen. Das ehrenamtliche Personal arbeitet eben oft nicht in der Gemeinde. In der Kreisstadt setzte man deshalb schon über Jahre auf eine schlagkräftige Stützpunktfeuerwehr "mit viel Technik und viel Ausbildung" sowie auf eine aufgabenbezogene Unterstützung durch die Ortsteilfeuerwehren.







