Sonst wären meine Mitarbeiter arbeitslos“:
Feuerwehr rettet Metallbaufirma in Tegau
D ie Schleizer Feuerwehr konnte sich am Dienstagabend in ihrem Gerätehaus über ein großes Lob und Dankeschön von Mario Hoffmann für die Löscharbeiten an der Werkstatthalle in Tegau freuen. „Ohne die enormen Anstrengungen der Feuerwehren wären meine Mitarbeiter arbeitslos geworden“, sagte Hoffmann.
Mario Hoffmann schüttelt Andreas Gerland von der Schleizer Feuerwehr die Hand für den Löscheinsatz in Tegau. Foto: Oliver Nowak
Schleiz. Fünf Mitarbeiter beschäftigt der Metallbaumeister in seinem Tegauer Betrieb. Zwar sei die Werkstatthalle komplett niedergebrannt, die Löscharbeiten verhinderten jedoch ein Übergreifen der Flammen auf das nebenstehende Hauptgebäude des Betriebs, wo sich die Metallverarbeitung sowie Büro und Sozialräume befinden. "Ein Brand des Hauptgebäudes wäre existenzbedrohend gewesen", betonte Hoffmann.
Durch den erfolgreichen Löscheinsatz halte sich der Schaden für die Firma jedoch in Grenzen. In der abgebrannten Werkstatthalle befanden sich laut Hoffmann unter anderem Blechbearbeitungsmaschinen, die dem Feuer zum Opfer fielen. "Wir können unsere Arbeit bedingt fortsetzen." Zwar fehle zum Beispiel die Blechschere, aber mit ein wenig Improvisation könne auch das nahezu kompensiert werden. Den Schaden für den Betreib an Gerätschaften schätzt Hoffmann auf gut 120 000 Euro. Eine Brandursache steht noch nicht fest, die Ermittlungen zu dem Vollbrand am 25. November dauerten noch an.
Ehrenamtliche Arbeit, die Mensch und Gut schützt
"Ich bin allen Beteiligten vor Ort unendlich dankbar für ihr Geleistetes, nicht nur der Schleizer Feuerwehr sondern auch allen anderen Feuerwehren, die zur Brandbekämpfung anrückten und den Menschen, die die Arbeiten mit ihren Möglichkeiten unterstützten", sagt Hoffmann. Die Feuerwehren Tegau, Chursdorf, Dragensdorf, Dittersdorf, Moßbach und Schleiz verhinderten gemeinsam ein Übergreifen der Flammen auf das Firmenhauptgebäude. Hoffmann, der selbst Mitglied in einer Feuerwehr im Landkreis Greiz ist, betont: "Die Arbeit der Feuerwehren, ihre ehrenamtliche Arbeit die Mensch und Gut schützt, rettet und hilft, sollte niemand als selbstverständlich ansehen. Diese Männer und Frauen begeben sich in Gefahr, um anderen in größter Not zu helfen."
Doch nicht nur die Arbeit der Feuerwehr an diesem Freitagabend in Tegau verdiene höchsten Respekt, sondern auch die der Einwohner und der Agrargenossenschaft Dittersdorf. Sie halfen bei der Verpflegung der Einsatzkräfte und Menschen vor Ort.
Mit Kaffee, Tee, belegten Brötchen, Bockwürsten und guten Worten hätten sie allen vor Ort Kraft gegeben. "So ein Zusammenhalt ist etwas Besonderes", sagt Hoffmann. Der Schleizer Stadtbrandmeister Ronny Schubert dankte Hoffmann für seine Worte. "Es ist eine besonders nette Geste einen solchen Dank zu erhalten und das kommt selten vor", sagte er. Alle Beteiligten in der Feuerwehrkette hätten ihr Bestes getan und nur so konnte der Einsatz so erfolgreich werden. 1360 Meter Löschschläuche seien von den beteiligten Feuerwehren verlegt worden, um das Feuer zu bekämpfen.
Stellvertretend für alle Einsatzkräfte, die nicht direkt am Feuer waren, aber für die Beschaffung des Löschwassers ebenso großen Anteil an dem erfolgreichen Einsatz hatten, nahm Andreas Gerland von Mario Hoffmann einen Umschlag entgegen. Mit dem Geld sollen die Feuerwehrmänner und -frauen ihre gute Arbeit feiern können. Gerland war am Teich in Tegau für die Löschwasserzufuhr im Einsatz.












