Spanischer Truck auf A 9 verunglückt (Bericht OTZ Schleiz)
Zwei Schwerverletzte, geschätzte 160 000 Euro Schaden am Lkw und an den Leitplanken, dazu die lädierte Ladung – so lautet die Bilanz eines schweren Verkehrsunfalls, der sich gestern früh gegen 7.15 Uhr auf der Bundesautobahn 9 zwischen den Anschlussstellen Dittersdorf und Triptis ereignete.
Zwei Spanier der 42-jährige Fahrer und der 44-jährige Beifahrer waren zum Unfallzeitpunkt mit ihrem Truck in Richtung Norden unterwegs. Zum Hergang des Crashs teilte die Polizeidirektion Saalfeld mit: Aus bislang unbekannter Ursache kam der Lastzug zunächst nach rechts an die Leitplanke. Von dort schleuderte er nach links an die Mittelleitplanke, um hinterher wieder nach rechts katapultiert zu werden. Im Anschluss stürzte der Laster um und kam quer zur Fahrbahn zum Liegen.
Voll gesperrt werden musste daraufhin die Richtungsfahrbahn Berlin. Auf Grund der Beschädigungen an der Mittelleitplanke durch den Unfall wurde auch die linke Fahrspur in Richtung Nürnberg gesperrt. Polizeibeamte leiteten den Verkehr an der Anschlussstelle Dittersdorf ab und führten ihn bei Triptis wieder auf die Autobahn. Noch am Nachmittag gab die Schleizer Polizei die Länge des Staus auf der Richtungsfahrbahn Berlin mit sechs Kilometern an. In Richtung Süden staute sich der Verkehr gegen 16.30 Uhr aber auf mittlerweile zehn Kilometer.
Mit vier Fahrzeugen rollten die Kameraden der Schleizer Feuerwehr an den Ort des Geschehens. Zusammen mit den Einsatzkräften des DRK galt ihre größte Sorge zunächst der Rettung des Fahrers, der an seinem Arbeitsplatz eingeklemmt war. Dieser wurde im Anschluss mit einem Rettungshubschrauber nach Jena geflogen. Mit einem Rettungswagen trat dann auch der Beifahrer seinen Weg ins Klinikum an. Mehr oder weniger zeitlich parallel dazu öffneten Kameraden der Feuerwehr die Mittelleitplanke. So erhielten Fahrzeuge, die kurz vor dem Unfallort zum Stehen gekommen waren, die Möglichkeit, den Schauplatz zu verlassen. Auch die Rettungsfahrzeuge konnten den Havaristen so passieren. Wir haben 1500 Liter Diesel abgepumpt und durch eine Geraer Firma entsorgen lassen, berichtete Stadtbrandmeister Ronny Schuberth. Mittels Hebekissen bereiteten er und seine Mitstreiter den Unfalltruck für die eigentliche Bergung vor, die nach seiner Aussage gegen 16 Uhr dann in Angriff genommen wurde.








